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Volleyball Talk

Nationale/Internationale Historie

1895 ist das Geburtsjahr des Volleyballsports. Genau am 7. Juli in diesem Jahr stellt der Amerikaner William G. Morgan bei seiner ersten öffentlichen Vorstellung das Ballspiel als „Volley Ball“ vor.

1947 beschließen Vertreter von 14 nationalen Verbänden (Belgien, Brasilien, USA, Ägypten, Frankreich, Holland, Ungarn, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, CSR, Uruguay und Jugoslawien) die Gründung eines internationalen Volleyball-Verbandes – der FIVB.

1949 führt die FIVB die ersten Weltmeisterschaften für Männer durch, drei Jahre später finden die ersten Weltmeisterschaften der Frauen statt.

1951 Gründung der "Sektion Volleyball der DDR im Deutschen Sportausschuß" in Leipzig. Die HSG "Geschwister Scholl" Halle wird bei Damen und Herren 1. DDR-Meister.

1955 Gründung des "Deutschen Volleyball-Verbandes" in Kassel.

1964 erlebt Volleyball seine olympische Premiere in Tokyo. Beach-Volleyball muss 32 Jahre länger auf diesen Augenblick warten und feiert 1996 in Atlanta ein vielbeachtetes olympisches Debüt.

1964 Der Sportclub Leipzig erringt den Europapokal der Herren.

1968 Bei den Olympischen Spielen in Mexiko belegt die Herren-Nationalmannschaft der DDR den 4. Platz.

1969 Die Herren-Nationalmannschaft der DDR gewinnt in Ost-Berlin den Weltpokal.

1970 Bei den Weltmeisterschaften in Sofia wird die DDR-Herrenauswahl Weltmeister

1972 Die DDR-Herren-Nationalmannschaft erringt bei den Olympischen Spielen in München hinter Japan die Silbermedaille. Die Auswahlmannschaften der BRD sind erstmalig bei Olympischen Spielen vertreten. Nach dem Turnier kommt es in der BRD zu einem "Volleyball-Booom".

1980 Die Damen-Nationalmannschaft der DDR gewinnt bei den Olympischen Spielen in Moskau die Silbermedaille.

1982 Erstmalig gewinnt eine BRD-Auswahl eine Medaille bei internationalen Meisterschaften: die Junioren werden Zweiter bei der WM.

1983 Die Frauen-Nationalmannschaft der DDR wird Europameister.

1987 Die Frauen-Nationalmannschaft der DDR wird zum zweiten Mal Europameister.

1991 Die neue Bundesligasaison wird erstmalig mit Mannschaften aus West und Ost gespielt. Die erste gesamtdeutsche Damenauswahl wird bei den Europameisterschaften 3., die Herren 4.

2000 ist die FIVB mit insgesamt 218 Mitgliedern - noch vor der FIFA - der zahlenmäßig größte Sport-Weltverband.
Nach Informationen der FIVB spielen weltweit 998.500.000 Menschen Volleyball.

2002 ist das Jahr der Frauen-WM. Zum ersten Mal findet auf deutschem Boden eine Volleyball-WM statt. Die ganze (Volleyball-) Welt guckt nach Berlin, Bremen, Dresden, Leipzig, Münster, Riesa, Schwerin und Stuttgart, den acht Austragungsorten der WM. Insgesamt über 280.000 Zuschauer machen die WM zu einem Fest für Mannschaften, Organisatoren und Fans. Die Hoffnungen in die DVV-Auswahl sind groß, zumal sie vier Wochen zuvor einen sensationellen 3. Platz beim Grand Prix in Asien erzielte. Leider kann die deutsche Mannschaft die Erwartungen nicht erfüllen und scheidet in der 2. Runde aus - 10. Platz! Ganz anders die Italienerinnen, die mit modernem Volleyball die Massen begeistern und in einem sehenswerten Finale die bis dato ungeschlagene USA mit 3:2 in die Knie zwingen.

2003 gelingt den DVV-Männern bei der Männer-EM im eigenen Land kein herausragendes Ergebnis, der 7. Platz kann sich aber sehen lassen. Erneut strömen viele Zuschauer in die Hallen nach Karlsruhe, Leipzig und Berlin und jubeln dem neuen Europameister Italien zu.
Die DVV-Frauen feiern kurze Zeit später bei der EM in der Türkei die erste Medaille seit mehr als zehn Jahren. Mit nur einer Niederlage im Halbfinale gegen Polen (2:3) jubeln die Spielerinnen von Bundestrainer Hee Wan Lee am Ende über die Bronzemedaille.

2004 beginnt für die DVV-Frauen wie im Traum: Bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Baku/Aserbaidschan - der einzigen Olympia-Qualifikationsmöglichkeit für die deutsche Mannschaft - gelingen Erfolge gegen Vize-Olympiasieger Russland (3:2), Weltmeister Italien (3:2) und im Finale gegen Vize-Europameister Türkei (3:0). Die DVV-Frauen kreierten das "Wunder von Baku" und sind in Athen 2004 dabei.
Dagegen müssen die DVV-Männer erneut die Olympischen Spiele vor dem Fernseher erleben: Beim Qualifikationsturnier in Leipzig schied das Team im Halbfinale gegen die Niederlande aus - das Ticket sicherte sich Russland.
Bei den Olympischen Spielen kommt es für die DVV-Frauen "knüppeldick": Die deutsche Mannschaft spielt mit den Weltklasse-Teams aus Kuba, USA, China, Russland und der Dominikanischen Republik in einer Gruppe. Zwar erfüllt die Mannschaft mit dem 3:2-Sensationssieg über Kuba und dem 3:0 über die Dominikanische Republik ihr Soll, der Sprung ins Viertelfinale unter die besten acht Teams bleibt ihr jedoch versagt.

2005 kämpften die beiden deutschen Hallen-Nationalteams in der WM-Qualifikation um ihr Ticket für die WM 2006 in Japan. Endlich lösten neben den Frauen auch die deutschen Männer die WM-Fahrkarte. Nach zwölf Jahren Abstinenz sind die DVV-Männer 2006 wieder bei einer WM am Start. Die Männer spielten auch in diesem Jahr in der European League mit, Gegner waren Finnland, Estland und Russland - am Ende wurde knapp der zweite Gruppenplatz verpasst. Bei der EM in Kroatien enttäuschen die vom Verletzungspech gebeutelten DVV-Frauen mit nur einem Sieg aus fünf Partien und werden Elfte.

2006 beginnt gut für die beiden DVV-Nationalteams: Unter Führung des neuen Bundestrainer Giovanni Guidetti qualifizieren sich die DVV-Frauen ohne Satzverlust für die EM-Endrunde in Belgien & Luxemburg. Den DVV-Männern gelingt dies über einen Umweg, dort jedoch umso eindrucksvoller: Mit 3:0 und 3:2 wird die Tschechische Republik entzaubert – die Teilnahme an der EM-Endrunde in Russland ist geschafft. Zwar verpassen die DVV-Männer erneut den Sprung zur Finalrunde der European League, dafür glänzen sie im November/Dezember umso mehr. Bei der WM in Japan, der ersten Teilnahme seit 1994, holen sich die Spieler von Bundestrainer Stelian Moculescu einen hervorragenden neunten Platz, darunter Erfolge über den Weltliga-Zweiten Frankreich sowie dem Olympia-Vierten USA. Die DVV-Frauen starten ähnlich furios und feiern mit dem 3:1 über Olympiasieger China einen echten Husarenstreich. Doch dann machen die Nerven einen Strich durch die Rechnung: Klare Führungen bzw. Matchbälle gegen die Niederlande und die USA werden nicht genutzt, die ersehnte Platzierungsrunde 5-8 hauchdünn verpasst – Platz elf heißt es am Ende.

2007 ist das vorolympische Jahr und steht zum Teil schon im Zeichen der Olympischen Spiele von Peking. Die Männer absolvieren eine Qualifikationsrunde in Portugal, die sie knapp vor der Tschechischen Republik gewinnen und sich somit für das Kontinentalturnier qualifizieren. Den Frauen bleibt dies erspart, da sie Ausrichter des Qualifikationsturniers in Halle/Westfalen sind.
So sind vor allem auch die EM-Endrunden in Belgien & Luxemburg (Frauen) und Russland (Männer) im Fokus der Mannschaften. Beide gehen aussichtsreich in die Wettkämpfe, beide Teams belegen mit Platz fünf (Männer) und sechs (Frauen) gute Platzierungen, die jedoch auch noch besser hätten ausfallen können.
Einen historischen Erfolg verbucht die weibliche Jugend-Nationalmannschaft, die bei der EM-Endrunde in der Tschechischen Republik von Erfolg zu Erfolg eilt und den ersten Titel für ein Nachwuchs-Team in der Halle gewinnt. Die Jungen machen es nicht viel schlechter, müssen sich bei der EM in Österreich bei nur einer Niederlage jedoch mit Platz fünf begnügen.
Bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Mexiko lernen die jungen Spielerinnen und Spieler auch die Übersee-Nationen kennen. Am Ende springen mit den Plätzen zehn (männlich) und elf (weiblich) nicht die erhofften Platzierungen heraus.

2008 überstrahlt die Aussicht auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking alles. Die DVV-Frauen genießen in Halle/Westfalen Heimrecht und wollen das vierte „Wunder“ in Folge perfekt machen. Doch die Gegner sind zu stark, das Peking-Aus ereilt die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti im Halbfinale gegen Weltmeister Russland. Erstmals seit 1992 sind die DVV-Frauen somit wieder nicht bei den Olympischen Spielen dabei.
Dafür sprangen die Männer in die Bresche: Zwar misslang der erste Versuch bei der Qualifikation in der Türkei, dann sorgten Björn Andrae, Jochen Schöps & Co beim finalen Turnier in Düsseldorf für den historischen Erfolg: Siege gegen Taiwan (3:0), Kuba (3:2) und Spanien (3:2) sorgten nach 36-jähriger Olympia-Abstinenz deutscher Männer-Nationalmannschaften endlich wieder für die erhoffte Teilnahme am wichtigsten Sportereignis der Welt.
In Peking präsentieren sich die Spieler von Bundestrainer Stelian Moculescu in guter Verfassung und zeigen nur im Auftaktspiel gegen Polen eine schwächere Leistung (0:3). Gegen Vize-Europameister Russland reicht ein Matchball nicht zum Sieg (2:3), gegen Ägypten wird das erhoffte Erfolgserlebnis gefeiert (3:0). Im entscheidenden Spiel gegen Serbien geling es nur Jochen Schöps, dauerhaft erfolgreich zu sein. Das ist zu wenig, die Partie geht mit 1:3 verloren. Und da auch die letzte Vorrundenbegegnung gegen Olympiasieger Brasilien nicht siegreich endet (0:3), landet die deutsche Mannschaft auf Platz neun in Peking. Es war zugleich der letzte Einsatz von Stelian Moculescu, der nach zehn Jahren an der Seitenlinie als Bundestrainer aufhört.
Die Junioren zeigen bei der EM-Endrunde in der Tschechischen Republik eine glänzende Vorstellung und landen auf dem zweiten Platz. Es ist die Wiederholung des bisher besten Resultates einer deutschen Junioren-Mannschaft bei Europameisterschaften. 1982 gelang dies Frank Mackerodt, Hauke Braack & Co. Jeder weiß, was aus diesen später geworden ist…


Eine noch detailliertere Historie zur Entwicklung des Volleyballsports findet sich auf der Rubrik "Verband". Die Beach-Volleyball-Historie unter der Rubrik "Beach-Volleyball".


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